8 Fehler in der Intimpflege

von Julia Peppler

Wir tun es täglich – doch wir sprechen nur selten darüber. Deshalb wird es höchste Zeit: Let’s talk about Intimhygiene, damit wir unserem Körper wirklich etwas Gutes tun.

Aber wie funktioniert die korrekte Intimpflege?

Unter der Dusche machen sich die wenigsten von uns darüber Gedanken. Jede*r hat eine persönliche Routine. Aber mal konkret: Wie reinige ich meinen Intimbereich richtig? Wie lassen sich Fehler bei der Intimpflege vermeiden? Darüber schreiben wir in diesem Blog-Artikel.

Was denkt Ihr, warum es vielen Frauen immer noch schwerfällt über Intimpflege zu sprechen?

Uns Frauen wird von klein auf erzählt, dass wir untenrum immer schön frisch und duftig sein müssen. Eine Vagina darf nach nichts anderem als nach… sagen wir „Blumen“ riechen. Ganz klar, Pflege ist wichtig! Doch noch wichtiger ist, zu wissen wie richtige Pflege funktioniert.

Sich zu häufig oder zu intensiv oder mit ungeeigneten Produkten zu waschen und pflegen, kann auf Dauer schädlich sein. Nur eine gesunde Vagina schützt uns vor Jucken und Brennen und einem unangenehmen Intimgeruch. Gehen wir der Sache auf den Grund.

Die richtige Intimpflege ist wichtig

Foto: ©unsplash/curology

Empfindliche Scheidenflora: Warum ist die richtige Intimpflege so wichtig? Wie wirken sich diese Fehler auf den Intimbereich aus?

Der pH-Wert zeigt den Säuregrad im Intimbereich. Bei Frauen sollte er bei etwa 4,5 bis 5,5 liegen. Doch der weibliche Hormonspiegel verändert sich je nach Lebensphase: In der Pubertät liegt er bei ungefähr 5, in der Schwangerschaft sinkt der pH-Wert der Vagina auf 3,5 bis 4,5, mit der Menopause kann er auf 6-7 ansteigen.

Vom pH-Wert der Vagina kann man Rückschlüsse auf die Intimgesundheit einer Frau ziehen. Stimmt der Wert, können wir uns ziemlich sicher darauf verlassen, dass unsere Scheidenhaut vor schädlichen Mikroorganismen und Umwelteinflüssen geschützt ist, und dass unsere Vagina nicht riecht – weder nach Essig noch nach Fisch.

Doch ist unser natürlicher vaginaler Säureschutzmantel erstmal angegriffen, haben Eindringlinge wie Bakterien und Pilze ein leichtes Spiel. Und Infektionen können durchaus zu Geruchsveränderungen führen.

Es ist höchste Zeit für einen Besuch bei eurer/eurem Gynäkolog:in, wenn sich bei euch bereits Warnsignale zeigen, wie…

  • … Schmerzen und Brennen auf dem Klo, im Alltag oder beim Sex
  • … übermäßiger Juckreiz
  • … Rötungen oder Schwellungen im Intimbereich
  • … zusätzlicher starker oder in Farbe oder Geruch veränderter Scheidenausfluss

Nach dem Theorie-Block, jetzt zur Praxis:

Wie wäscht man sich die Intimzone eigentlich richtig?

Gibt es Fehler, die man dabei machen kann – sogenannte No-Gos bei der Intimpflege? Oh yes! Deshalb kommen hier wie versprochen:

MINAs Top 8 Intimpflegefehler

Fehler 1: Zu aggressiv!

Unsere natürliche Schutzbarriere ist empfindlich und manche „Pflege“produkte sind einfach viel zu aggressiv für unsere zarteste Haut – beispielsweise Parfüm oder feuchte Dufttücher. Ebenso wie nicht explizit geeignete Seifen und Duschgels. Sie alle können die sensible Scheidenflora angreifen und den pH-Wert der Scheide durcheinanderbringen.

Optimale Pflege: Was gehört zur richtigen Intimpflege?

Wie wäscht Frau sich am besten im Intimbereich? Das ist die spannende Frage. Und: Welche Hilfsmittel verwende ich zur Pflege des Intimbereichs?

Fehler 2: Zu viel!

Es genügt völlig, die „Lady Parts“, also die Vulva und das Drumherum, einmal pro Tag mit lauwarmem Wasser frisch zu machen. Eben überall dort zu waschen, wo sich unangenehm riechende Ablagerungen bilden können. Hierfür sind die milden Intimhygiene-Produkte von KadeFemin® da.

Allerdings darf der Körper laut Hautärzt:innen, Urolog:innen, Gynäkolog:innen und anderen Expert:innen im Sommer, nach dem Sport oder anderen Schweiß treibenden Aktivitäten, gerne ein zweites Mal gewaschen werden.

Und gut zu wissen: Die KadeFemin Intimwaschlotion ist nicht nur ideal auf den pH-Wert der Haut im Bereich der Vulva abgestimmt. Sie ist auch für den Analbereich geeignet, den man ebenfalls einmal pro Tag reinigen sollte. So lassen sich schädliche Bakterien entfernen.

Warum empfehlen manche Gynäkolog:innen den Frauen, ihre Lady Parts nur mit Wasser zu waschen?

Die Vagina ist ein sich selbst reinigendes Organ. Wir müssen nicht nach Blumen riechen. Der gesunde, natürliche Ausfluss ist beinahe geruchlos – und auch die Flora im Inneren der Scheide entwickelt keinen wahrnehmbaren Geruch. Das tägliche Waschen mit Wasser reicht also vollkommen aus. Wer jedoch auf Nummer sicher gehen will und wem lauwarmes Wasser für eine Intimreinigung nicht genügt, sollte deshalb unbedingt auf spezielle Intimwaschlotionen (KadeFemin Intimwaschlotion) zurückgreifen.

Mehr dazu findest Du hier:

Zu viel Intimhygiene schwächt den natürlichen Selbstschutz der Scheide

Fehler 3: Zu gründlich!

Die natürliche Schutzfunktion der Vagina muss bewahrt bleiben. Tiefe Spülungen mit dem Duschkopf im inneren Intimbereich sind nicht notwendig und sogar gefährlich. Und auch während der Periode ist eine übertriebene Intimpflege nicht notwendig.

Solltest du während der Menstruation das Gefühl haben, dich besonders gründlich reinigen zu müssen, dann solltest du besonders dann Produkte zum Einsatz bringen, welche Deine Scheidenflora unterstützen.

Fehler 4: Zu unvorbereitet!

Auch wenn inzwischen hinlänglich bekannt ist, dass das Entfernen der Schambehaarung keine gesundheitlichen Vorteile mit sich bringt, also unrasierte Frauen genauso hygienisch sind wie rasierte – bei einer Intimrasur gilt es auch nochmal besonders, den empfindlichen Bereich auf das Rasieren vorzubereiten. Auch hier haben sich die KadeFemin Intimwaschlotion in Kombination mit der KadeFemin Intimpflegecreme als perfekte Begleiter bewiesen, denn sie unterstützen die empfindliche Haut und pflegen vor, während und nach der Rasur.

Fehler 5: Zu unausgeglichen!

Neben der richtigen Intimpflege ist es jedoch genauso wichtig, auf einen ausgeglichenen Lebensstil und gesunde Ernährung zu achten. Doch nicht nur ein ungesunder Lebensstil, wie beispielsweise durch zu viel zuckerhalte Nahrung, kann unsere vaginale Flora durcheinanderbringen. Aus der Balance können sie auch andere innere Einflüsse bringen, beispielsweise die Einnahme spezieller Medikamente, ein hormonelles Ungleichgewicht oder ein geschwächtes Immunsystem.

Fehler 6: Keine Hilfe anzunehmen!

Es gibt spezielle Milchsäure-Präparate, die das Milieu der Scheide positiv unterstützen und Erkrankungen vorbeugen können. Empfehlenswert ist hier die KadeFungin Milchsäurekur. Sprecht die Verwendung am besten mit eurer/eurem Gynäkolog:in ab.

Gerade nach der Menstruation ist es empfehlenswert, der Vagina diese Milchsäurekur für zwei oder drei Tage zu gönnen. Wer zu Infektionen neigt, sollte das unbedingt mal ausprobieren!

Fehler 7: Zu wenig!

Welche Folgen hat eine mangelnde Intimpflege?

Genauso, wie mit der Intimhygiene nicht übertrieben werden sollte, sollte auch nicht untertrieben werden. Die Kunst besteht darin, einen gesunden Mittelwert zu finden. Denn auch wenn die Vagina quasi selbstreinigend ist, benötigt sie ein Mindestmaß an Pflege.

Zu wenig Hygiene bedeutet meist auch zu wenig Aufmerksamkeit für unser Intimstes. Deshalb:

  • Hände waschen vor und nach dem Einführen von Tampons oder Menstruationstassen
  • Tampons rechtzeitig wechseln
  • Blase nach dem Geschlechtsverkehr entleeren
  • Waschlappen für die Intimpflege meiden oder täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen
  • auf synthetische Unterwäsche verzichten, um einen Feuchtigkeitsstau zu vermeiden
  • verschwitzte Sportkleidung oder nasse Bademoden wechseln
  • Ganz wichtig: Beim Abwischen nach dem Stuhlgang auf die Richtung achten! Immer von vorne nach hinten!

Fehler 8: Zu experimentell!

Teebaumöl als Hausmittel gegen unangenehmen Geruch im Intimbereich, ein Sitzbad aus Apfelessig, Tampons mit Joghurt gegen Intimgeruch, Knoblauch gegen Pilze, Kamillentee-Intimkur, Quarkpackung, Spülungen mit Essig – zu allem ein ausdrückliches NEIN! Die Überlieferungen hierzu halten sich überaus hartnäckig, jedoch ist davor nur zu warnen!

Sich Lebensmittel für guten Intimgeruch einzuführen, treibt derzeit leider zu einem traurigen Höhepunkt. Eine geschälte Gurke zwanzig Minuten für ein gepflegtes „cucumber cleanse“? Echt jetzt? Bitte nicht!

Mythen rund um den Scheidenpilz

Wenn Ihr Euch etwas Gutes tun wollt – auch im Intimbereich, dann greift auf keinen Fall zu Kühlschrank-Innereien! Um sich frühlingsfrisch zu machen, genügt es vollkommen zur Apotheke zu gehen und dort zu sagen: „Intimwaschlotion und Intimpflegecreme von KadeFemin, bitte!“

Noch einen Tipp vom MINA-Team: Einfach mal einen „Ohne-Unterwäsche-Tag“ pro Woche einlegen! Das klingt reizvoll, sorgt aber vor allem für viel Luft. Infos zur Intimpflege nach dem Sex findest Du übrigens hier: 10 Tipps für eine gute und sanfte Intimpflege. Und solltest Du schwanger sein, lies unbedingt nochmals hier rein.

Und wem das nicht reicht, wird beim www.ratgeber-untenrum.de für weitere Infos fündig.

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