Wundervolle Vulva – was jede Frau wissen sollte

von Claudia Scheidemann
Foto: unsplash/ava-sol

Hellrosa oder eher dunkel, schmal oder ausgeprägt, symmetrisch oder nicht, getrimmt oder naturbelassen – wenn wir unsere Vulva im Spiegel betrachten, sieht jede Frau etwas Anderes. Das ist wundervoll. Aber wieso eigentlich Vulva? Heißt das nicht Vagina? Nein! Häufig benutzen Frauen die beiden Ausdrücke gleichbedeutend oder sagen einfach Scheide. Anatomisch richtig ist aber, dass der sichtbare Teil unseres Intimbereichs, also Venushügel, Schamlippen und Klitoris, Vulva genannt wird. Die Vagina bzw. Scheide ist nur der „Schlauch“, der von der Vulva zum Gebärmutterhals führt.
Und da wir gerade beim Thema Aufklärung sind, hier gleich noch einige wichtige Punkte, die jede Frau wissen sollte:

Wie ist das eigentlich mit dem Jungfernhäutchen?

Dass das Jungfernhäutchen anzeigt, ob eine Frau schon Geschlechtsverkehr hatte oder nicht, ist ein Mythos. Leider hält er sich hartnäckig und bereitet vielen jungen Frauen noch heute großen Kummer. Tatsächlich handelt es sich beim Jungfernhäutchen (medizinisch: Hymen) um eine elastische Schleimhautfalte, die sich am Eingang der Vagina befindet und diese zum Teil abdeckt. Damit Vaginalsekret und auch Menstruationsblut problemlos abfließen können, muss an dieser Stelle natürlich auch eine Öffnung vorhanden sein. Die Vorstellung, dass ein Mann beim ersten Sex das Jungfernhäutchen einer Frau durchstößt und die Vagina damit „öffnet“ ist komplett schräg. Tatsache ist aber, dass das Jungfernhäutchen bei manchen Frauen während des ersten Mals so stark gedehnt wird, dass es ein wenig einreißt und deshalb etwas blutet. Ist das Hymen jedoch sehr dehnbar, tut es das nicht, was mit der Unberührtheit der Frau jedoch nichts zu tun hat.

Was ist mit dem G-Punkt?

Manche von uns suchen ihn lebenslang: den geheimnisvollen G-Punkt. Er verspricht den perfekten Sex auf Knopfdruck. Aber gibt es diesen Punkt überhaupt? Und lohnt sich die Suche? Der G-Punkt oder die Gräfenberg-Zone, benannt nach dem deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg, ist ein besonders empfindlicher Bereich an der Vorderseite der Vagina, einige Zentimeter hinter dem Scheideneingang. Die Haut dort kann sich leicht rau anfühlen. Es scheint so zu sein, dass Lage und Empfindlichkeit von Frau zu Frau unterschiedlich sind, deshalb sind allgemein gültige Aussagen nicht möglich. Bei einigen Frauen führt die Stimulation sehr schnell zu sexueller Erregung, bei anderen dauert es etwas länger oder funktioniert auch gar nicht. Um mehr über die individuelle G-Zone zu erfahren, hilft also nur ausprobieren. Aber warum stressen?Neben dem vaginalen Orgasmus lockt der klitorale Orgasmus. Als Frauen können wir da ganz flexibel sein. Einen sehr informativen Blog zum Thema Sex und Liebe schreibt übrigens Susann Surber. Einfach mal reinlesen und mit vielen Mythen aufräumen.

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Wie feucht soll es sein?

Feucht zu sein oder zu werden, ist nicht nur beim Liebesspiel eine gute Voraussetzung. Eine ausreichend feuchte Vagina ist auch im Alltag entscheidend, damit Frau sich rundum wohlfühlt. Das können all diejenigen bestätigen, die schon einmal unter einer trockenen oder brennenden Vagina gelitten haben oder leiden.
In der Regel sorgt das Vaginalsekret (Scheidenflüssigkeit) für die Befeuchtung der Vagina. Es besteht vor allem aus Wasser und enthält unter anderem Elektrolyte und Proteine. In der Vagina lebende Milchsäurebakterien (Lactobazillen) sorgen außerdem für das Vorhandensein von Milchsäure. Dadurch liegt der pH-Wert bei ungefähr 4, also im leicht sauren Bereich. Da sich die Scheidenhaut im Laufe des weiblichen Zyklus leicht verändert, ist auch der Ausfluss unterschiedlich. Um den Eisprung herum beispielsweise tritt meistens mehr Sekret auf, das auch etwas zäher ist. Beim Sex werden Drüsen im Bereich des Scheideneingangs aktiv und sorgen für eine Befeuchtung der Vulva und Vagina. Durch dieses „feucht werden“ kann sich der Penis leicht bewegen und die Frau ist vor Verletzungen geschützt.

Was, wenn es mit dem Feuchtwerden nicht klappt?

Durch Hormonschwankungen, Medikamenteneinnahme oder Stress kann die Produktion von Vaginalsekret gestört sein. Das hat eine wirklich unangenehme Scheidentrockenheit zur Folge. Hier kann ein befeuchtendes Gel mit Hyaluronsäure die Symptome lindern. Frauen, die noch mehr Feuchtigkeit benötigen, können sich mit Befeuchtungsovula helfen, die es – ebenso wie das Gel – rezeptfrei in der Apotheke gibt.
Mit KadeFungin Befeuchtungsgel können Frauen die Symptome von Scheidentrockenheit wie Brennen, Jucken oder Wundgefühl effektiv lindern. Die hochwertigen Feuchtigkeitsspender enthalten Hyaluronsäure, einen Stoff, der natürlicherweise auch im Körper vorkommt und große Mengen Feuchtigkeit speichern kann. KadeFungin Befeuchtungsgel bildet einen angenehmen Gleitfilm und kann auch mit Kondom angewendet werden.
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