Zu wenig getrunken – was Frauen wissen sollten

von Helga Thauer

Jede*r kennt das. Es gibt diese Tage, wo der Kopf in den Wolken hängt und man abends erschrocken feststellen muss: Upps, ein Liter Wasser war wohl heute doch zu wenig. Kopfschmerzen sind dann meist vorprogrammiert. Doch wie viel trinken ist normal? Was sollte man trinken? Und was passiert im Körper, wenn man zu wenig trinkt? Kleiner Spoiler: Flüssigkeitsmangel ist wirklich ungesund – kann langfristig sogar Eure Intimgesundheit beeinträchtigen.

Wie wirkt sich zu wenig trinken aus?

Der menschliche Organismus besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Für verschiedenste Stoffwechselprozesse im Körper brauchen wir ständig Flüssigkeits-Nachschub. Wie macht sich Flüssigkeitsmangel bemerkbar? Zunächst einmal durch Durst.

Durst ist ein wichtiges Körpersignal, das wir nicht übergehen sollten. Trotzdem trinken gerade Frauen häufig zu wenig: „keine Zeit“, „vergessen“ oder „keine Lust, ständig zur Toilette zu gehen“. Die Folge: Der Körper zieht Wasser aus Blut und Gewebe. Das Blut wird „dicker“. Die bekannten Kopfschmerzen entstehen. Die Leistungskraft lässt nach. Wir werden müde. Schwindel kann auftreten – denn auch unser Gehirn besteht zu über 80 Prozent aus Wasser.

Von Verstopfung und dunklem Urin bis Atembeschwerden und hohem Blutdruck – wer den Durst dauerhaft verdrängt, schadet sich. Weitere Anzeichen und Warnsignale für Dehydration können Gelenkschmerzen, hoher Puls, Muskelprobleme und Krämpfe sein.

Die Haut im Blick behalten – auch die Schleimhaut

Als größtes Organ des Menschen reagiert die Haut besonders schnell auf einen Flüssigkeitsmangel. Hierzu zählen auch unsere Schleimhäute in Mund, Augen, Magen-Darm-Trakt oder die Haut der Vagina. Es kann zu Scheidentrockenheit kommen.

Natürlich gibt es neben Flüssigkeitsmangel auch andere Ursachen für die vaginale Trockenheit: übertriebene Intimhygiene, Stress und Nervosität, hormonelle Schwankungen während einer Schwangerschaft, Hormontherapie oder die Wechseljahre. Außerdem Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Endometriose. Doch dass zu wenig Trinken überhaupt für Scheidentrockenheit verantwortlich sein kann, ist Frauen selten bewusst.

Trockengelegt

Eine trockene Vagina ist unangenehm. Sie brennt, juckt, fühlt sich wund an und ist empfänglich für Infektionen. Und Sex macht damit einfach keinen Spaß.

Hilfe bietet der Griff zum Glas Wasser, um das Wasserdepot aufzufüllen, und der Griff zum KadeFungin Befeuchtungsgel für mehr Wohlbefinden im Schritt.

Symptome von Scheidentrockenheit wie Wundgefühl, Brennen oder Jucken können mit KadeFungin Befeuchtungsgel gelindert werden – es enthält Hyaluronsäure und ist ein hochwertiger Feuchtigkeitsspender, der einen angenehmen Gleitfilm bildet. Zudem kann es mit Kondom angewendet werden.

Beschwerden im Intimbereich, die auf Flüssigkeitsmangel zurückzuführen sind, lassen sich meist schnell beheben, wenn Ihr diese Tipps beherzigt:

  • benutzt Befeuchtungsgel beim Geschlechtsverkehr
  • gönnt euch unterwäschefreie Zeit
  • nutzt lieber Binden statt Tampons; noch besser ist Menstruationsunterwäsche
  • benutzt für eure Wäsche ein Öko-Waschmittel, das ist sanfter zur Haut
  • selbiges gilt für Kosmetika
  • und: trinkt mehr Wasser!

Unser Intimbereich ist übrigens ein kleines Wunderwerk. Mehr dazu:
Wundervolle Vulva – Was jede Frau wissen sollte

Du weißt, du trinkst zu wenig, aber dir fehlen die Anreize?

Trinke jetzt ein Glas Wasser

Foto: unsplash/Engin Aykurt

Mit diesen Tipps kommst du auf die empfohlenen 30-40 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht und Tag:

  • Trinke jetzt ein Glas Wasser!
  • Stelle Dir eine Flasche Wasser möglichst direkt an Deinen Arbeitsplatz. Mache Dir darauf kleine Vermerke. Zum Beispiel: Bis 13 Uhr muss die Flasche bis zu einem gewissen Strich darauf getrunken sein. Zum nächsten Strich bis 15 Uhr.
  • Platziere abends zwei Gläser Wasser direkt an Deinem Bett (oder eine Flasche Wasser). Ein Glas noch vor dem Einschlafen trinken, eines direkt nach dem Aufwachen.
  • Trinke zu einer Tasse Kaffee immer ein Glas Wasser. Um Kaffee auszuscheiden, bedarf es viel Flüssigkeit. Echte Kaffeekenner wissen das.
  • Finde heraus, was dir schmeckt: Eine neue Teesorte, einen Tropfen Sirup ins Wasser, einen Spritzer Zitrone oder Orange, ein Stück Ingwer…
  • Gönne Dir manchmal was Neues, um Trink-Anreize zu schaffen: Eine besondere Glasflasche, eine Tasse mit lustigem Spruch, einen wiederverwendbaren Trinkhalm, etc.

Vorsicht: Getränk ist nicht Getränk

Genau genommen zählen Säfte, Kaffee, gesüßte Getränke und auch Tee mit Gewürzen und starken Kräutern zu Genussmitteln und sollten zur Verarbeitung und Ausscheidung stets mit zusätzlichem Wasser genossen werden.
Trotzdem gilt: Wer häufig Lebensmittel mit hohem Flüssigkeitsgehalt zu sich nimmt, muss weniger trinken.

Ein paar Fakten

Der Durchschnittsmensch verliert täglich 2 bis 3 Liter Flüssigkeit. Über die Haut, den Urin und Stuhlgang und sogar über die Atmung. Je nach Alter, Körpergewicht, Betätigung und Ernährung variiert das selbstverständlich.
Diesen Verlust müssen wir über unsere Trinkmenge ausgleichen.
Wenn wir in Abständen von etwa 30 Minuten immer ein wenig Flüssigkeit zu uns nehmen, kann der Körper die Wasserdepots gleichmäßig auffüllen und sich an den Nährstoffen darin satt trinken. Bester Indikator: unser Urin. Solange der schön hell ist, sind wir ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Ich gönn mir deshalb erstmal ein großes Glas spritziges Mineralwasser! Prost!

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